Gehbock/Gehgestell

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Gehbock - Gehgestell - GehhilfeBei dem Gehbock oder auch Gehgestell genannt handelt es sich um Rohrgestelle aus Aluminium oder Stahl, die normalerweise mit vier rutschfesten Füßen ausgestatett sind. Ein Gehgestell ähnelt einem Rollator bzw. Gehwagen. Jedoch ist ein Gehbock im Gegensatz zu einem Rollator (Gehwagen) stabiler, da er nicht wegrollen kann. Allerdings ist es schwer möglich mit dieser Gehhilfe flüssig zu gehen. Bei dem Fortbewegungsprozess wird das Gehgestell bzw. der Gehrahmen leicht angehoben und nach vorne geschoben. Anschließend stützt sich der Benutzer ab und macht einen Schritt nach vorne. Danach wird wieder der Gehrahmen bewegt und der Ablauf wiederholt sich. Es kommt mittlerweile häufig vor, dass ein Gehbock bzw. ein Gehgestell höhenverstellbar ist und zusammengefaltet werden kann. Alternative Hilfsmittel sind beispielsweise Unterarmgehstützen (Krücken), Achstelstützen, Rollatoren oder Elektromobile.

Die Vorteile von einem Gehbock:

  • Flexibilität
  • Stabilität
  • Mobilität

 

Wer benötigt einen Gehbock bzw. ein Gehgestell?

Ein Gehbock wird meist nach einem Unfall, einer Operation oder bei Alterserscheinungen als Hilfsmittel für eine bessere Mobilität eingesetzt. Das Gehgestell bietet Halt und Sicherheit und eignet sich hervorragend für das Geh- und Stehtraining. Deswegen wird in der medizinischen Rehabilitation oft auf ein Gehgestell als Hilfsmittel zurückgegriffen. Aufgrund der mühsamen Fortbewegung wird ein Gehbock häufig nur für kurze Strecken benutzt, wie beispielsweise der Weg vom Bett zum Bad. Dies ist auch der Grund, weshalb ein Gehgestell häufig in Krankenhäusern benutzt wird. Falls Sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen und für den Gehrahmen ein Rezept erhalten, sollten ihre Krankenkasse den Gehbock in der Regel fördern. Die Entscheidung ist von Einzelfall zu Einzelfall unterschiedlich und kann nur von der Krankenkasse getroffen werden.

 

Was müssen Sie beachten, wenn Sie einen Gehbock kaufen?

Hilfsmittel - Gehbock - GehstellDie wichtigsten Kriterien für die Wahl des passenden Gehgestells sind die Größe, die Belastbarkeit und die Höhe. Am besten ist es Sie entscheiden sich für ein Modell, welches höhenverstellbar ist. So können Sie die passende Höhe für Ihre Körpergröße einstellen. Achten Sie auch darauf, dass die Füße auch einen Gummiüberzug haben, um das Ausrutschen auf glatten Böden zu vermeiden. Benötigen Sie die Gehhilfe auf einer Reise oder haben wenig Platz, dann achten Sie darauf, dass es ein faltbares Modell ist. Die Preise für Gehgestelle sind sehr unterschiedlich und fangen bei etwa 35 € an und hören bei etwa 300 € auf. Die Belastbarkeit ist von Modell zu Modell unterschiedlich.

 

Was sind die verschiedenen Arten von einem Gehbock?

Es gibt unterschiedliche Modelle von Gehwegen, die sich nur in Details unterscheiden. So hilft ein Gehwagen mit einem starrem Gestell am meisten bei Gehunsicherheit. Allerdings bietet ein fahrbarer Gehbock mehr Flexibilität und ist leichter zu nutzen. Die genauen Unterschiede werden im Folgenden näher beschrieben.

Gehbock mit starrem Gestell

Das klassische Gehgestell besitzt ein starres Gestell. Dieses besitzt an allen vier Füßen einen Gummistopper und bieten die größtmögliche Sicherheit. Das starre Gestell verhindert, dass es bei der Nutzung der Gehhilfe zu Unfällen oder Stürzen kommt. Der größte Vorteil gegenüber einem Rollator ist, dass diese Gehhilfe auf unebenen Flächen nicht gebremst werden muss. Diese Gehhilfe ist in der Regel höhenverstellbar.

GEhbock mit beweglichen Gestell (reziproker Gehbock)

Außerdem gibt es noch einen Gehwagen mit beweglichem Gestell auch reziproker Gehbock genannt. Bei diesem Modell kann sich die Person beispielsweise links aufstützen und das rechte Seitenteil ein wenig nach vorne schieben. Dadurch wird ein flüssiger Gang möglich und verbessert die Mobilität erheblich. Jedoch muss die Person dabei relativ sicher gehen können und das Gleichgewicht halten. Somit können auch längere Strecken mit einem reziproken Gehwagen bewältigt werden.

Faltbarer Gehbock

Dieser Gehwagen kann sowohl starr als auch reziprok sein. Das Modell ermöglicht eine platzsparende Aufbewahrung. Achten Sie bei einem Modell, welches faltbar ist, dass die Stabilität durch stabile Querstreben gewährleistet ist.

Fahrbarer Gehbock

Zudem gibt es Gehgestelle mit zwei Rollen im vorderen Bereich. Somit wird sowohl maximale Sicherheit als auch eine einfachere Fortbewegung ermöglicht. Der Vorteil bei diesem Modell ist, dass weniger Kraft angewendet werden muss, da nur die Hinterfüße angehoben werden. Zudem verhindern die Gummikappen an den hinteren Füßen ein Weiterrollen. Außerdem gibt es einen fahrbaren Gehbock mit vier Rollen. Dieser ähnelt einem Rollator schon sehr.

Reisegehgestell

Einen Gehgestell können Sie problemlos auf Reisen mitnehmen. Es gibt Modelle, die spezielle für Reisen ausgelegt sind. Die Modelle haben ein handliches Format und sind für den schnellen Einsatz in Innenräumen gedacht.

XXL-Gehbock

Ein XXL-Gehbock bietet eine größere Bewegungsfreiheit und kann eine Belastung von über 200 Kilogramm standhalten. Diesen Gehrahmen gibt es sowohl starr als auch faltbar.

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